Spanien quält sich zu Sieg gegen Außenseiter Iran

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Der Ball ist im Netz, Spaniens Diego Costa dreht jubelnd ab. – GEPA pictures

Zum Auftakt hatten sich die Mannschaft von Neo-Coach Fernando Hierro und Portugal 3:3 getrennt. Die beiden Teams von der iberischen Halbinsel führen nun auch die Gruppe B mit jeweils vier Punkten an. Der Iran hat zwar noch eine Chance auf den ersten Achtelfinaleinzug seiner Geschichte. Aber es wird schwierig. Vorsichtig formuliert. Im dritten Gruppenspiel braucht es einen Sieg gegen Europameister Portugal.

Spanien ging als haushoher Favorit in das Duell mit den Iranern. 1,03 Milliarden Euro soll der Kader der Selección wert sein. Die ganze iranische Auswahl würde 48 Millionen Euro kosten. Aber Favoriten plagen sich bei dieser WM-Endrunde auffallend oft. Allen voran der Weltmeister. „Was Deutschland passiert ist, kann jedem passieren“, warnte Hierro vor dem Match.

In Hälfte eins fand die spanische Nationalmannschaft kein Mittel gegen Irans Abwehrbollwerk, das sich schon in der WM-Qualifikation bewährt hatte. Nur fünf Gegentore kassierte das „Team Melli“ auf dem Weg nach Russland. Die Iraner standen tief in der eigenen Hälfte. Selbst Solospitze Sardar Azmoun verteidigte oft nur wenige Meter vor dem eigenen Strafraum. Die Spanier ließen den Ball um den Sechzehner der Iraner zirkulieren. Wie im Handball. Aber es war brotlose Kunst. In Hälfte eins hatte der Weltmeister von 2010 zwar rund 80 Prozent Ballbesitz, aber keine einzige echte Großchance. Würde es ein Geduldsspiel? Nach der Pause zogen die Spanier das Tempo an. Der Iran wackelte. Ein Schuss von Busquets aus 18 Metern Richtung rechtes Kreuzeck zwang Irans Torhüter zu einer Glanztat (50.). Nach einer Schrecksekunde für Spanien – Karim Ansarifard traf auf der anderen Seite das Außennetz – brach Diego Costa in der 54. Minute den Bann. Die Führung war verdient und doch glücklich: Irans Ramin Rezaeian wollte im Strafraum klären und schoss dabei Costa an, genauer dessen Knie. Der Ball ging von dort flach ins linke Eck.

Plötzlich wachten die Iraner auf, wurden selbst immer wieder gefährlich und lagen sich dann auch jubelnd in den Armen. Saedi Ezatolahi traf aus fünf Metern ins Tor. Der Videobeweis bestätigte jedoch, was der Schiedsrichter (unbemerkt von den Iranern) entschieden hatte: Es war ein Abseitstreffer. Ein letztes Mal war Spaniens Arbeitssieg in der 82. Minute ernsthaft in Gefahr: Mehdi Taremi setzte seinen Kopfball jedoch aus fünf Metern Entfernung über das Tor.

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 21.06.2018)

https://diepresse.com

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